DER UNTERSCHIED - privat oder gesetzlich

Im Krankenhaus zeigt sich der Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten besonders deutlich

Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2014 mehr als 19 Millionen Patienten stationär in fast 2.000 Krankenhäusern versorgt, durchschnittlich knapp acht Tage.

 

Die Aussicht auf einen bevorstehenden Krankenhausaufenthalt ist vermutlich für niemanden besonders angenehm. Im Grunde ist schon die Sorge um den eigenen Gesundheitszustand beunruhigend genug, doch hinzu kommt noch die Ungewissheit über die Begleitumstände der stationären Behandlung.

Was bezahlt die Krankenkasse und was nicht?

Mit wie vielen Patienten muss man sich ein Zimmer teilen?

Bekommt man wirklich die bestmögliche Behandlung?


Nur darauf kann man sich verlassen:

Bei einem Krankenhausaufenthalt übernimmt die gesetzliche Krankenkasse im Wesentlichen die folgenden Leistungen:

  • Die ärztlichen Behandlungen

  • Die Behandlung durch Arznei- und andere Hilfsmittel, die für die Genesung notwendig sind

  • Die Pflege und die Verpflegung

  • Den Aufenthalt im Mehrbettzimmer

Die Details zu den einzelnen Leistungen beschränken sich jeweils auf die Grundversorgung, damit der Patient wieder gesund werden kann. Die Chance auf Ruhe in einem Einzelzimmer, die für die Genesung vielleicht wichtig wäre, gehört nicht dazu. Auch wenn man die Behandlung durch den erfahrenen Chefarzt wünscht, muss man diese als Kassenpatient selbst bezahlen.

Chef spendiert Chefarzt

Eine geschickte Strategie: Rechtzeitig absichern

Im Gesundheitssystem zeigen sich die Unterschiede zwischen den Einkommensklassen so deutlich wie sonst nur selten. Denn wer sich seinen Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm wie möglich wünscht, kann dies nur erreichen, indem er die entsprechenden Kosten selbst bezahlt. Doch diese können so hoch sein, dass sie sich kein Durchschnittsverdiener leisten kann. Um sich als Kassenpatient dennoch die Chance auf optimale Krankenhausleistungen und bestmögliche Bedingungen für den Krankenhausaufenthalt zu sichern, sollte man rechtzeitig seinen Arbeitgeber auf eine betriebliche Krankenversicherung ansprechen. Mit dieser Zusatzversicherung wird das Unmögliche möglich: Man wird in den bevorzugten Status eines Privatpatienten versetzt und kommt somit in den Genuss aller Privilegien, die Kassenpatienten verwehrt sind. Im Fall eines stationären Aufenthalts kann man damit tatsächlich alle Krankenhausleistungen Anspruch nehmen, die für eine rasche Genesung hilfreich sind – ohne selbst etwas dafür bezahlen zu müssen. Damit erübrigt sich die Frage nach dem Einzel- oder Zweibettzimmer; und dass man auf Wunsch vom Chefarzt persönlich behandelt wird, versteht sich ebenfalls von selbst.


Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehen zurück

Gerade im Krankenhaus war der Unterschied zwischen gesetzlich und privat krankenversicherten Patienten schon immer hoch. Doch in den kommenden Jahren wird sich der Abstand zwischen den beiden vor allem bei der Erstattung von Krankenhausleistungen noch weiter vergrößern. Denn für die gesetzlichen Krankenkassen wird es immer schwieriger, ihrem Auftrag gerecht zu werden und die ärztliche und medizinische Versorgung der Menschen in Deutschland sicherzustellen. Der Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung in Deutschland, die das soziale System zunehmend aus dem Gleichgewicht bringt: Die Baby-boomer-Generation erreicht langsam das Rentenalter, während die jungen, geburtenschwachen Jahrgänge mit ihrer Arbeitsleitung dafür sorgen müssen, dass genügend Geld für alle in die Sozialkassen fließt. Diese Rechnung kann nicht aufgehen, daher sind die gesetzlichen Krankenkassen gezwungen, ihre Leistungen zu kürzen. Vor allem in Krankenhäusern sind die Auswirkungen für Kassenpatienten besonders deutlich spürbar, weil dort der Betrieb besonders kostenintensiv ist.

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